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Spender gesucht

Geschrieben von Johannes Franck am . . Zugriffe: 1624

Grab_Endfassung-Icon.jpgRenthendorf:

Der Förderkreis Brehm e.V. beabsichtigt, für das Grab, in dem Dr. Reinhold Brehm 1891 in Barcelona bestattet wurde, eine Grabplatte anfertigen lassen. Diese soll durch Spendenmittel finanziert werden. Für seinen Vater, Dr. Christian Ludwig Brehm, und den Bruder, Dr. Alfred Edmund Brehm, finden sich an zahlreichen Orten Hinweise auf ihr Wirken. Für Dr. Reinhold Brehm gibt es diese nicht, auch keine Gedenktafel.

Sein Grab, das von Prof. Dr. A. Reig-Ferrer nach intensiven Recherchen wiederentdeckt und gekauft wurde, wäre der geeignete Ort, an ihn und sein Wirken zu erinnern. Als Förderkreis Brehm e.V fühlen wir uns seinem Andenken verpflichtet.

Deshalb bitten wir mit dieser Spendenaktion um Ihre Mithilfe.

Die unten angefügten Informationen zu seinem Leben und wissenschaftlichen Leistungen hat unser Vereinsmitglied, Herr Michael Theuring-Kolbe zusammengestellt.

Unser Konto: Förderkreis Brehm e.V.

IBAN: DE02 8305 3030 0000 4903 26

BIC: HELADEF1JEN

Für Ihre Spende erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. (Bitte Adresse mit angeben.)

Stichwort: „Grab Reinhold Brehm“

 

Grab_Endfassung.jpg

 

In diesem Jahr, am 19. März 2016, jährte sich der Todestag von REINHOLD BERNHARD Brehm zum 125. Mal. REINHOLD BERRNHARD BREHM war der jüngere Bruder des „Tiervaters“ ALFRED EDMUND BREHM. REINHOLD wurde am 9. November 1830 in Renthendorf (Herzogtum Sach­sen-Altenburg) als zweiter Sohn des evangelischen Pfarrers CHRISTIAN LUDWIG BREHM und des­sen zweiter Ehefrau BERTA REIZ geboren. Mit seinem Bruder ALFRED, dem befreundeten Arzt und Entomologen THEODOR APETZ sowie einigen weiteren Freunden unternahm er im Anschluss an sein Medizinstudium eine Reise nach Spanien. In Spanien verliebte er sich in eine junge Spanierin und in das Land. Neben seiner Tätigkeit als Arzt war er auch als Zoologe, insbesondere als Ornithologe tätig. In der Umgebung von Madrid erforschte er die spanische Vogelwelt. Seine Beobachtungen und Entdeckungen teilte er in regelmäßigen Abständen seinem Vater mit. REINHOLD BREHM entdeckte und beschrieb erstmalig zahlreiche spanische Vogelarten, die er auch nach der Entdeckung mit ersten Beschreibungen zu seinem Vater CHRISTIAN LUDWIG BREHM nach Renthendorf sandte. Seine bedeutendste Entdeckung war der Iberische Kaiseradler (Aquila adalbaerti). Er hinterließ uns nicht nur ein umfangreiches wissenschaftlich-literarisches Werk, sondern galt als Wegbereiter der spanischen Ornithologie. Seine Arbeiten waren eine große Bereicherung der europäischen Ornithologie und schlossen so manche Lücke bei der Erforschung der Vogelwelt. Im Jahre 1889 entschied sich REINHOLD, teilweise aus gesundheitlichen Gründen, aber auch mit der Absicht, einen Zoo zum Andenken an seinen Sohn zu errichten, mit seiner Familie von Mad­rid nach Barcelona zu ziehen, wo er schriftstellerisch tätig war. Ohne Hoffnung auf Heilung starb Dr. REINHOLD BERNHARD BREHM am Donnerstag, dem 19. März 1891, um 3 Uhr morgens an einem Gehirnschlag in seinem Haus in der Casa des Paseo de la Aduana Nr. 4 in Barcelona. Er wurde auf dem Friedhof Montjuïc in Barcelona beigesetzt. Der Arzt, Naturforscher und Ornithologe Dr. REINHOLD B: BREHM geriet im Laufe der Zeit in Vergessenheit. So auch sein Grab.

Im Jahre 1997 entdeckte nach langen Recherchen unser Mitglied im Förderkreis Brehm e.V. Prof. Dr. ABILIO REIG-FERRER die letzte Ruhestätte von REINHOLD BREHM, dessen Ehefrau und seiner Töchter auf dem Friedhof Montjuïc in Barcelona. Dieser auf dem Hausberg von Barcelona gelegene Friedhof ist die letzte Ruhestätte zahlreicher Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Wissenschaft, die gesondert dort aufgelistet sind. Nur der Name Dr. REINHOLD B. BREHM ist dort nicht zu finden. Als ABILIO REIG-FERRER dieses Grab mit der Nummer 693 auffand, befand sich dieses bereits in einem desolaten Zustand. Bei diesem Grab handelt es sich um ein gewölbtes Nischengrab. Es befindet sich dort auf dem Friedhof in der „Via de San Josep“. Eine Grabplatte war nicht mehr vorhanden. Eine solche Grabplatte, wie sie an einigen Gräbern noch aufzufinden ist, war bis etwa 1974 vorhanden. Recherchen zum Aussehen und zur Aufschrift brachten leider kein Ergebnis. (M. Theuring-Kolbe)

 

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