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Alfred Edmund Brehm

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Alfred Edmund Brehm wurde am 02.02.1829 als erstes Kind des Pfarrers Christian Ludwig Brehm und dessen zweiter Ehefrau Bertha in Unterrenthendorf geboren. Von 1833 bis 1843 besuchte er die Schule in seinem Heimatort und beteiligte sich bereits im Kindesalter an den vogelkundlichen Studien seines Vaters. Dadurch wurde schon sehr frühzeitig der Grundstein für Alfred Brehms naturwissenschaftliches Interesse sowie seine zoologischen Fähigkeiten und Fertigkeiten gelegt.

"Was ich gelernt habe, danke ich meinem Vater ... Was ich hinzugefügt habe, hat mir das Jahrhundert geboten",

schrieb er viele Jahre später.

Nach seiner Schulentlassung nahm Alfred Brehm eine Maurerlehre in Altenburg auf, um sich auf die Laufbahn eines Architekten vorzubereiten. Über seine Leistungen gibt ein erhalten gebliebenes Zeugnis Auskunft: "Der Maurer Lehrling und der Baukunst beflißene Alfred Edmund Brehm von Unterrenthendorf hat 2 Winterhalbjahre bei mir Unterricht im architectonisch, als freien Handzeichnen genoßen und während dieser Zeit lobenswerthe Fortschritte gemacht; über seinen Fleiß und über sein Betragen kann ich ihm das Beste Zeugniß geben.

Altenburg den 1. September 1846        Friedrich Sprenger        Architect und Maurermeister."

Für Brehms weiteres Leben hatten die Altenburger Lehrjahre eine nicht zu unterschätzende Bedeutung: die handwerklichen Fertigkeiten kamen ihm auf seinen Reisen sehr zugute und die erworbenen baufachlichen Kenntnisse nutze er bei seinen späteren Zoo-Bauten.

Im Herbst 1846 nahm Alfred Brehm ein Architekturstudium in Dresden auf, brach es aber nach zwei Semestern vorzeitig ab. Ein Zufall war es, der ihn zu diesem Schritt bewog und wieder mit den Naturwissenschaften in Berührung brachte. Der württembergische Baron Dr. J. W. von Müller (1824-1866) hatte die Absicht, eine zoologische Expedition in die damals erst wenig erforschten Gebiete Nordostafrikas durchzuführen, wozu er noch einen sachkundigen Begleiter suchte. Wie Baron von Müller den Kontakt zu Alfred Brehm fand, ist noch nicht genau bekannt, sicher ist jedoch, daß die Eltern Alfred Brehms wenig von diesem Vorhaben begeistert waren und erst die Aussicht auf die Bereicherung seiner Vogelsammlung den Vater zustimmen ließ.

Alfred Brehm wäre zweifellos auch ein guter Architekt geworden, bereute aber seinen Entschluß diese Laufbahn aufgegeben zu haben, nicht. 1853 schrieb er dazu: "Doch ein gütiges Geschick führte mich von diesem Wege auf einen anderen, der für mich noch erfreulicher war."

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